Samstag, Februar 04, 2012

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AAK_Cikk » 2010 » 8 » PM20100803
 
2010.08.25.
Das ungarische Autobahnnetz wird immer sicherer

Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ist auf dem durch die Állami Autópálya Kezelő Zrt. verwalteten Autobahnnetz ein deutlicher Rückgang der Unfälle mit Personenschäden zu verzeichnen. Und dies trotz der Tatsache, dass im Laufe des außerordentlich regnerischen Winters auf den betreffenden Schnellstraßen insgesamt 14 Prozent mehr Unfälle registriert worden sind als im letzten Jahr.

 

Die Experten der ÁAK Zrt. führen bezüglich der Umstände der Unfälle auf den von der Gesellschaft verwalteten Autobahnstrecken sowie die Faktoren, die diese auslösen, umfassende Analysen durch. Die Auswertung der in den letzten Jahren registrierten Straßenunfälle und der im Bereich der Verkehrssicherheit am häufigsten verwendeten statistischen Kennziffern ergab, dass Autobahnen die beste Verkehrssicherheit unter den unterschiedlichen Straßenarten bieten. Auf ungarischen Autobahnen ist das Unfallsrisiko praktisch dreimal niedriger als auf Landesstraßen. Allerdings sind die Folgen einzelner Unfälle in der Regel schwerwiegender, da hier die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge höher ist.

 

Die Analyse der statistischen Daten des ersten Halbjahrs 2010 ergab, dass sich die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 18,4 Prozent verringert hat, obwohl die gemessene Laufleistung, also die Durchschnittslänge der durch die einzelnen Fahrzeuge im durch die ÁAK Zrt. verwalteten Straßennetz hinterlegten Strecke ständig zunimmt. Dieser Rückgang ist besonders deutlich bei den tödlichen Unfällen: Während im ersten Halbjahr von 2009 noch 23 tödliche Unfälle gemeldet worden sind, ist diese Zahl in den ersten sechs Monaten von 2010 auf 14 gesunken, was einem Minus von 39 entspricht. Zum Vergleich: Schwere Unfälle gab es dieses Jahr nur 54 nach 65 im Vorjahr (ein Rückgang von 16,9%) und leichte Unfälle nur 118 gegenüber 140 (15,7%).

 

Zum Gesamtbild gehört allerdings auch, dass die Anzahl der Unfälle (einschließlich Unfälle mit Sachschäden) insgesamt um 17,4 Prozent gestiegen ist. Allerdings steht laut Experten im Hintergrund dieses Zuwachses vor allem der extrem regnerische Winter, der − auch im Vergleich zum Vorjahr − einen schlagartigen Anstieg in der Zahl der Autobahnunfälle verursacht hat.

 

Die relative Unfallkennzahl, welche auch das Ausmaß des Verkehrs berücksichtigt, zeugt bei den von der ÁAK Zrt. verwalteten Schnellstraßen von einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssicherheitslage. Die Daten ergeben nämlich, dass die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden pro 1 Million Fahrzeugkilometer vom Vorjahreswert von 0,057 für das erste Halbjahr 2009 in diesem Jahr auf 0,047 gesunken ist, was eine Verbesserung von 17,5 Prozent darstellt. Auch an Hand der gewichteten relativen Unfallkennziffer, welche die Schwere der Straßenvorfälle mitberücksichtigt, ist eine ähnliche Verbesserung zu beobachten, da die Kennziffer für dieses Jahr im Vergleich zu den Daten von 2009 um 16,7 Prozent niedriger ist (2009: 2,250 / 2010: 1,875).

 

In Bezug auf die Häufigkeit von Unfällen mit Personenschäden weisen die einzelnen Straßenabschnitte abweichende Daten auf. Der größte Rückgang ist bei der Autostraße M0 sowie bei der Autobahn M1 zu verzeichnen, die vor allem bei der Abwicklung des Transitverkehrs durch Ungarn eine wichtige Rolle spielt: Bei ersterer ist ein Minus von 39,3 Prozent, bei letzterer eine Verringerung von 22 Prozent zu beobachten. Ebenfalls erfreulich ist, dass sich auch bei der Autostraße M2, die übrigens über die schlechtesten Unfallzahlen verfügt, Fortschritte bemerkbar gemacht haben, da sich auf dieser Strecke lediglich vier Unfälle mit Todesfolge und zwei schwere Unfälle ereignet haben (im Vergleich zu sechs bzw. fünf in der ersten Hälfte von 2009).  Diese Entwicklung ist unter anderem auch den Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu verdanken, die in letzter Zeit durch die ÁAK Zrt. in Hinblick auf die Autostraße M2 in die Wege geleitet worden sind. Zu diesen gehören die Erweiterung bzw. Änderung des Überholverbots auf bestimmten Streckenabschnitten, die stärkere Trennung der entgegen gesetzten Fahrtrichtungen bei fehlendem Mittelstreifen (doppelte Sperrlinie mit farbiger Trennung) sowie das Anbringen von speziellen Warntafeln, die Autofahrer auf die erhöhte Unfallgefahr aufmerksam machen.

 

Bezüglich der Unfallauslöser kann man feststellen, dass sich in deren Verteilung im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zu früheren Zahlen leichte Änderungen zeigen. Nach wie vor führt unachtsames Fahren (27%) die Liste an, doch den zweiten Platz belegt jetzt überhöhte Geschwindigkeit, die nach 8 Prozent im Vorjahr diesmal für 15,66 Prozent der Unfälle verantwortlich ist. Auf Platz 3 befindet sich die Nichteinhaltung des Sicherheitsabstands (9,25%), gefolgt vom regelwidrigen Spurwechsel (8,43%). Wegen ihres verhältnismäßig hohen Anteils sind noch das Überfahren von Wildtieren (7,23%) sowie Müdigkeit am Steuer (4,7%) unter den häufigen Unfallauslösern zu erwähnen.

 

Die ÁAK Zrt. unternimmt natürlich nach wie vor größte Anstrengungen, um die Anzahl und die Schwere der Straßenunfälle zu verringern. Im zweiten Halbjahr von 2010 werden im Rahmen der Verkehrssicherheitsinitiative der Gesellschaft folgende Schritte unternommen:

Senkung der Anzahl der Auffahrunfälle
An Hand der Analyse der fatalen Straßenunfälle in Vorjahren ist es klar, dass 20 bis 25% der tödlichen Unfälle auf den Autobahnen darauf zurückzuführen sind, dass Fahrzeuge einander einholen und aufeinander prallen. Um solche Fälle zu vermeiden führt die ÁAK Zrt. ihre vor etlichen Jahren gestartete Verkehrssicherheitskampagne weiter, in deren Rahmen und in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Ausschuss zum Vorbeugen von Straßenunfällen an den Schnellstraßen weitere Schilder angebracht werden, die auf das Einhalten des Folgeabstandes aufmerksam machen.

Verbesserung der Anschnallquote
Die Gesellschaft hat bei der Kampagne, die auf die Wichtigkeit der Sicherheitsgurtbenutzung aufmerksam macht, auch 2010 eine zentrale Rolle gespielt, und bietet der Polizei zur Abwicklung der diesbezüglichen Maßnahmen und Kontrollen umfassende Hilfe.

 
Geschwindigkeitskontrolle
Als Straßenverwalter plant die ÁAK Zrt. auch, nach Unterzeichnung der einschlägigen Kooperationsvereinbarung mit dem Ungarischen Landespolizeikommando an den durch sie verwalteten Schnellstraßen Geschwindigkeitsmessungen zu unternehmen. Die hierzu benötigten zwei mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte stehen bereits zur Verfügung, und sollen in die mit Kameras ausgestatteten Fahrzeuge montiert werden, von denen aus die Vignettenkontrollen durchgeführt werden.

 

Senkung der Zahl von Wildüberfahrungen
Das Forschungsprogramm der ÁAK Zrt., das darauf abzielt, die Merkmale der Unfälle, bei denen Tiere überfahren werden vollständig aufzuklären, wird auch in der zweiten Hälfte von 2010 fortgesetzt. Experten der Autobahnverwaltung sind der Meinung, dass mit Hilfe von Daten und Erfahrungen, die sich aus dem Programm ergeben, die Zahl dieser Unfälle mit deutlich größerer Wirksamkeit gesenkt werden kann. Gleichzeitig werden auch die Tierabwehrprismen, die bereits an mehreren Strecken montiert sind, weiterhin getestet.

Verringerung der Unfälle auf dem Standstreifen
Im Interesse der Verringerung von Unfällen auf dem Standstreifen setzt die Gesellschaft ihr in den letzten Jahren begonnenes Programm fort, mittels dessen Autofahrer durch Aufmerksamkeitskampagnen und andere Kommunikationskanäle (z.B. Matrixtafeln oder Warnungen durch die Straßenaufsicht) auf die Gefahren des Anhaltens auf dem Standstreifen aufmerksam gemacht werden.

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